Abgastemp.-Messgerät od.wie verhindere ich Kolbenfresser

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Re: Abgastemp.-Messgerät od.wie verhindere ich Kolbenfresser

Beitragvon Adi » 11. Juli 2011, 13:49

Hallo Tobias, ich bin Dir nicht ernsthaft bös`, was sollte das bringen?

Wegen Deiner Frage nach dem Messgerät, das sind im Laufe der Jahre mehrere geworden.

Das erste stamte noch aus der Deutzer Schmiede. Solide,gross, schwer unpraktisch.Das war damals halt so.
Dann von Caterpillar, handlich stabil, problemlos.Aber teuer.
Das nächste kam über Snapon aus USA. Mit Adaptern für Wasser und Öltemperatur und Druck.
Das teuerste erstand ich vorschnell auf einer Messe,digital, sehr feinfühlig, zwei Stellen nach dem Komma. Aber wenn man in die Nähe eines Magnetfeldes
z.b. der Lichtmaschine kam erzeugte es Hausnummern. Die Magnetanlagen von Schrotumschlagsbaggern, die elektomagn. Kupplungen von Walzen und
ähnl. im Umkreis von 10oder 20 Metern machten einen Reset notwendig.
Was sich dann für mich zum idealen Gerät entwickelte war ein einzelner (Ersatz-) Fühler der über Kubota oder Perkins vertrieben wurde. Als Anzeige ein eh`allgegenwärtiges Multimeter. Einige selbstgefertigte Adapter und das ganze nur Daumengross.
Das war das beste überhaupt, kein leerer Akku, klein und leicht. Da mein "kleines" Gepäck schon an die 500 Kg wog und in den Kofferaum eines 525er
BMW´s passen musste, unschlagbar. Die Abstände zwischen zwei Baustellen konnten schnell mal 500km sein.

Bei mir sollte es nur Veränderungen auf zeigen, wenn beispielsweise eine Schallisolierung auf einem Luftfilter nachgerüstet wurde. Paralell zur CO oder Trübungsmessung. Oder wenn ein Mehrzylindermotor begann ein Rauchbild zu zeigen. Dann als Indikator um schnell den Problemzylinder zu finden.

Bei mir waren Veränderungen nur als Trend interessant, nicht als Absolutmessung. Wenn überhaupt Info´s von den Herstellern kamen, bezogen die sich auf
Neumotoren auf dem Prüfstand. Das reichte gerade mal zur vereinfachten Messbereichswahl.Sonst nicht ausagekräftig.
Selbst deutsche Hersteller lieferten da wenig. Ein grosser Kölner Motorenbauer z.b. schickte einzelne Aggregate mit abweichenden Düsen, Einspritzdrücken und Plungern ins Rennen. Ohne Begleitinformation. Auffällig waren nur die 5-lappigen Torxschrauben statt sonst 6-lappig an der Einspritzpumpe und dem Regler.
"...bitte reklamieren Sie schriftlich...". So lange die Luftfilter sauber waren, drehmomentstark und rel. sparsam. Nur waren die maximal 2-3 Stunden sauber.
Da habe ich die Abgastemperatur nur einmal gemessen. Ab dann nahm ich direkt den Filter und den Fahrer ins Visier.

Kannst Du nun verstehen woher meine "reduzierten Erwartungen" bei einem solchen Messgerät kommen. Umgebungstemperatur, Luftdruck Sauerstoffgehalt
die kannst kalkulieren aber sie von einer teilweise zu gegangenen Düse klar unterscheiden? Während der Fahrt?
Schwierig. Für mich sehr schwierig.

Aber noch viel Spass und endlich ein paar Touren ohne Ausfälle.
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Re: Abgastemp.-Messgerät od.wie verhindere ich Kolbenfresser

Beitragvon Apesine » 11. Juli 2011, 18:10

Hallo Adolf,
du bist ganz offensichtlich richtig vom Fach?
Deinen Ausführungen nach anscheinend im Service tätig?
Oder stellt ihr auch her? Habt ihr eine offizielle Vertretung?
Ich finde es hochgradig Interessant mal Beiträge mit weitergehendem Hintergrundwissen zu Lesen.
Renate
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Re: Abgastemp.-Messgerät od.wie verhindere ich Kolbenfresser

Beitragvon Adi » 12. Juli 2011, 10:47

Hallo Renate, danke für die eher unverdienten Blümchen. So toll ist es nicht, aber wenn man sein (Arbeits-) Leben lang nur an Maschinen geholt wird die nicht
funktionieren oder fasch bedient werden, sammelt man nicht nur Falten. Sondern auch etwas Erfahrung.Die daraus gezogenen Schlüsse müssen aber nicht
immer und nicht für jeden stimmen. Mein "Vorteil" war dass es ständig andere Produkte waren.

Du darfst aber gerne weiter schmeicheln... [biggrin.gif]

Von Mädels hört man das immer gerne .
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Re: Abgastemp.-Messgerät od.wie verhindere ich Kolbenfresser

Beitragvon Wolliwutz » 12. Juli 2011, 20:46

Hallo Tobias,
ich habe bislang alles sehr angeregt verfolgt und möchte nun auch einen Rat abgeben:
Das von dir ausgesuchte Gerät ist nicht so einfach 'fest' zu installieren. Da muss schon ein echter Fachmann ran und da meine ich keine Kfz Schrauberbude sondern Leute die so etwas schon installiert haben, da man seeeehr viel falsch machen kann, vorallem, wenn man die absolute Temperatur messen will.
Das Gerät arbeitet mit einem Thermoelement und die messen erstenmal nur die Temperaturdifferenz zwischen dem Fühler und der Ausgleichsstelle ( wahrscheinlich ist im Anzeiger eine Tem. kompensation eingebaut, ist aber nicht sicher, manchmal muss man die Ausgleichstemperatur auch fest einstellen. Bei Kabienentemperaturen zwischen 0° und 60° kann das eine Messung schon ordentlich verfälschen).
Dann die Verlegung des Kabels. Die MUSS von der Sonde aus bis zur Ausgleichsstelle (Anzeiger) mit der Ausgleichsleitung erfolgen! Ist die zu kurz bist du gekniffen und musst ein längerse Stück kaufen weil....
Die Verbindungsstellen sind ein großes Problem. Die müssen seeeehr perfekt ausgeführt, es sollte so wenige wie möglich geben und sie müssen unbedingt vor korrosion geschützt sein.
Das Messprinzip beruht auf dem Effekt, das sich zwischen zwei miteinander verbundenen, unterschiedlichen Metallen eine Spannung bildet (nur ein paar milli Volt, bei Typ K etwa 0,06 V auf den Bereich, das sind 0,00004V pro °C). Eine 'augenscheinlich' gute Verbindung kann leicht eine Gegenspannung erzeugen, weil sich ein Oxid gebildet hat oder eine Reaktion mit der Klemme stattfindet.

Mein Tip. Der Bezieht sich auf die Idee von Renate. Die Temperatur an einer anderen Stelle abnehmen z. B. am Zylinderkopf. Da die Temperaturen bei weitem nicht so hoch sind kannst du auf andere Messprinzipe zurückgreifen, die nicht so empfindlich sind und wahrscheinlich auch billiger.
Mit der Zylinderkopf Temperatur hat man zwar eine Proportionale Temperatur zur Abgastemperatur, die aber etwas träger reagiert, aber dafür, wie Renate schon sagte, auch eventuelle Stauwärme im Blick.

So das war es erst einmal. Viele Grüße
Wolfgang
Auf die Frage: "Wie schnell fährt so etwas denn?"
Antworte ich: "Das kommt auf die Windrichtung an!"
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