Batterieladung

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Re: Batterieladung

Beitragvon Andi » 12. September 2011, 20:23

Bevor ich aber jetzt die Lichtmaschine ausbaue, kann ich sie nicht auch im eingebauten zustand testen????
Oben drauf sind doch drei Kabel wenn der Motor läuft sollte doch auf einem die angesprochen 13,8 Volt sein oder????
Aber auf welchem weiss das einer!! Denn wenn da noch strom fließt muss es ja woanders dran liegen.

grüsse vom stromlosen
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Re: Batterieladung

Beitragvon Wolliwutz » 12. September 2011, 21:29

Hallo,
genau kann ich dir das leider nicht sagen, da ich mich mit der TM nicht auskenne. Aber die 13,8V kannst du nicht direkt an der LiMa messen. Die Spannung aus der LiMa zum Regler ist, wenn die LiMa in Ordnung ist höher und steigt mit der Drehzahl des Motors. Darum gibt es den Regler, der hält die Spannung von Leerlauf, bis Vollgas auf 13,8V.
Wenn du weist, welches Kabel zum Regler geht, kannst du ja mal messen, ob der Regler überhaupt versorgt wird!

Da fällt mir was ein! Hat die TM eigentlich eine Ladekontrolleuchte? Wenn ja, dann Teste mal, ob die noch OK ist. Sollte die Birne kaputt sein, funktionirt die LiMa nicht, da über das Lämpchen Strom von der Batterie zur LiMa fließt, bis die LiMa selber anfängt Strom zu erzeugen.

Viele Grüße
Wolfgang
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Re: Batterieladung

Beitragvon Merlin » 12. September 2011, 22:56

Hallo,

die TM hat ein Dynastart-Anlage in der Anlasser und Lichtmaschine in einem Gehäuse sind, es handelt sich um eine Reihenschlußmaschine mit doppelter Feldwicklung, wobei der Rotor über vier Kohlen mit den jeweiligen Feldwicklungen in Reihe geschaltet wird.

Die drei Kabel sind am Regler an DF, D+ und die dritte Bezeichnung weiß ich nicht, angeschlossen.

DF ist die geregelte Leitung für die Felderregung. Dort wechselt die Spannung immer den Wert, aber außer wenn die Batterie "Knallevoll" ist, ist dort immer eine wechselnde Spannung drauf. (Wenn die Lichtmaschine läuft)

D+ ist bei Gleichstromlichtmaschinen das Kabel welches die Batterie mit Strom versorgt! D+ oder auch 61 genannt ist bei Drehstromlichtmaschinen nur das Feld, hier bei der Gleichstromlichtmaschine aber auch die Ladeleitung!!!

Außerdem braucht die Gleichstromlichtmaschine keine Ladekontrollampe zum "Zünden", sondern die Ladekontrolle dient hier lediglich zur Information des Fahrzeugführers!

Das dritte Kabel ist recht dick und ist die Startleitung. Wird der Zündschlüssel in Startposition gedreht, dann ist voller Batteriestrom auf dieser Leitung und die "Lichtmaschine" wird über die zweite Erregerwicklung zum Anlasser.

Nachfolgend mal ein Bild der Verschaltung einer Dynastartanlage mit Quellenangabe:

Bild

Batteriespannung während der Fahrt sollte zwischen 14,2 V und 14,4 V je nach Außentemperatur, je kälter je höher, liegen.

13,8 V ist die "Schlafspannung" eines IU0U Ladegerätes! Erst wird die Batterie mit maximalem, konstantem Strom auf 14,4 V gebracht, das ist die "I"-Stufe, dann wird für eine einstellbare Zeit, meistens 2 Stunden diese Spannung von 14,4 V konstant gehalten, das ist die "U"-Stufe, danach erfolgt die Abschaltung, das ist die "Null"-Stufe, und danach kommt die Erhaltungsladung, oder Schlafspannung von 13,8 V, das ist die zweite "U"-Stufe. Deshalb IU0U-Ladegerät.

Wenn die Batterie beim Fahren nur bis auf 13,8 V nur ansteigt, muß, um einer Sulfatierung der Batterie vorzubeugen, einmal in der Woche mit einem Ladegerät in der Garage nachgeladen werden.

Gruß
Michael

[bye2.gif]
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Re: Batterieladung

Beitragvon Wolliwutz » 13. September 2011, 07:03

Hallo Merlin!
Ups... da hab' ich ja Glück, das noch einer mit Fachwissen über den Beitrag geschaut hat. Du hast natürlich recht mit 14,4V.
Wobei 14,4V schon recht hoch sind, das ist schon die Ausgasungsgrenze der Batterie. Man sollte bei den Wartungsfreien eigentlich nicht über 14,2V kommen, um sicher zu stellen, das die Batterie nicht ausgast. Bei den Batterien mit den Stöpseln, wo man das Wasser nachfüllen kann, währe das nicht so schlim, weil man dort ja Wasser nachfüllen kann. Zu bedenken ist aber auch, das bei einer Ladespannung im Bereich der Ausgasung Wasserstoff austritt und das kann sehr unlustig sein (Ich habe schon einemal life gesehen wie eine unserer E-Karren am Ladegerät explodiert ist. Zum Glück war keiner in der Nähe.)
Aber jetzt noch mal zusammengefasst.

1. Eine Blei-Säure Batterie sollte nie unter 11,2V fallen (Tiefentladung), die Bat. kann Schaden nehmen.
2. Bei ca. 11,8V ist eine Bat. ganz leer.
3. Bei ca. 12,6V ist eine Bat. randvoll.
4. Ab ca. 13,6V ist die Bat. in Sandby (Sie wird in etwa genau so viel geladen, wie an Selbstentladung entsteht.)
5. Zwischen 13,8V und 14,4V wird die Batterie geladen. (Wobei ich nicht über 14,2V laden würde, wegen [stinker.gif] .

Achtung! Das gilt nur für Blei-Säure-Starterbatterien. Andere Techniken Blei-Gel oder Vlies-Batterien haben andere Werte.

Was die Ladekontrolleuchte betrifft, das hat Merlin ja super erklärt, wie gesagt ich kenne mich mit der TM nicht aus.

Viele Grüße
Wolfgang
Zuletzt geändert von Wolliwutz am 13. September 2011, 07:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Batterieladung

Beitragvon lucky-mary » 13. September 2011, 07:09

Michael und Wolfgang!
Ich finde, das ist mal Klasse erklärt worden.
Auch gleich nen Anschlußplan der Prinzipschaltung anbei... 98798
Gruß aus Berlin
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Re: Batterieladung

Beitragvon Dreerädsche » 13. September 2011, 07:58

Hallo,

Klasse Beitrag jetzt hab selbst ich verstanden wie das ganze funktioniert. äi nm

äi
Wenn man schon länger kein Pech mehr gehabt hat, dann hat man wohl Glück gehabt
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Re: Batterieladung

Beitragvon Andi » 13. September 2011, 17:08

Hallo Freunde
Erstmal besten Dank für die wirklich super super erklärungen.
Das habe selbst ich als Ape neuling und nicht elektriker verstanden. 98798 .
Unser ehemaliger Firmenelektriker hat immer gesagt: Wenn irgendwas nicht funktioniert erstmal leicht mit dem Schraubenzieher dranklopfen.
Hilft das nicht, alles mit Kontakt60 einsprühen. Sollte das auch nicht funktionieren ist es wirklich kaputt.
Daran habe ich mich gestern abend auch gehalten und habe die Kabel der Lichtmaschine mit Kontakt60 eingesprüht.
Und siehe da es funktioniert, die Batterie wird wieder voll geladen. Nochmal Glück gehabt.

Freundliche Grüsse aus Löhne [stinker.gif]
Andreas
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Re: Batterieladung

Beitragvon Wolliwutz » 13. September 2011, 19:57

Na super,
freut mich, dass es wieder funzt.
Eine Anmerkung habe ich aber noch. Das Einsprühen mit Kontakt 60 ist soweit OK, aber eigentlich fehlt da noch ein Schritt. Kontakt 60 ist ein Schmutz, Harz und Oxid Löser, hat jedoch keine reinigende Wirkung. Dafür gibt es von Kontakt noch Sprühwäsche WL. Auf der Arbeit reinigen wir sogar Platienen von Laborgeräten so, die auch schon mal fünf stellige Werte haben.
Also, man sollte folgendermaßen vorgehen:
1. Satt mit Kontakt 60 einsprühen und bei beweglichen Teilen, diese bewegen.
2. Die zu reinigende Stelle min. 5 Minuten mit Kont. 60 feucht halten und wieder ab und an bewegen.
3. Um den gelösten Schmutz auszuwaschen alles seeehr groszügig , bevor das Kontakt 60 getroknet ist, mit Kontakt WL ausspülen. ( So viel spühlen, das es richtig läuft, damit Harz, Schmutz usw. nicht an anderer Stelle wieder aushärten.)
4. Warten bis das WL getrocknet ist. Fertig.

Bitte nicht versuchen das WL durch Bremsenreiniger zu ersätzen!! Man kann wohl an empfindlichen Teilen der BR durch WL ersätzen.

Viele Grüße
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Re: Batterieladung

Beitragvon jürgen52 » 16. Oktober 2011, 09:49

ich fahre meine ape nun seit 4jahren da waren die kohlen hinüber glaub nicht das es die sind denke eher das deine lima nicht ok ist.kohlen sind 4 stück drinaber an die untere kommst du nicht dran da musst du die ganze lichtmaschine für lösen
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