apeladies hat geschrieben:als wir nachschauen wollten haben wir gemerkt, dass nach Entfernen des Splints und der Mutter die Bremstrommel nicht abnehmbar ist. Daher hier unsere Frage, brauchts dazu einen Abzieher und was ist noch zu beachten.
hydraulische bremsen sind selbstnachstellend, das heisst die bremsbelaege werden mit zunehmendem verschleiss weiter nachgefuehrt.
es verschleissen jedoch nicht nur die bremsbelaege, sondern auch die bremstrommeln, wo sich richtiggehend tiefe graeben einarbeiten.
die staendig nachgefuehrten bremsbelaege sitzen nun in diesem graben in der trommel und verhindern ein abziehen.
ihr muesst also die bremsbacken durch die kleinen wartungsoeffnungen auf ihren sitz zurueckdruecken, erst dann kann die trommel abgezogen werden. dabei vorsichtig sein, dass keine bremsfluessigkeit aus dem hauptbremszylinder herausgedrueckt wird. lassen sich diese bremsbacken nicht zurueckdruecken hilft im extremfall nur noch ein auftrennen (flex) und damit zerstoeren der bremstrommel.
beim komplettieren wuerde ich sicherheitshalber auch einen neuen radbremszylinder verbauen, der kostet nicht viel und die ganze mechanik mit sparsam kupferpaste gaengig machen.
die alte bremstrommel pruefen, wenn noch genuegend wandstaerke vorhanden ist kann sie innen ausgedreht und damit nochmal verwendet werden.
wichtig bei trommelbremsen ist dass die trommel innen und die bremsbelaege aussen den gleichen radius haben, sonst liegen die bremsbelaege nur partiell an und es bremst wieder nicht gut. fachwerkstaetten koennen mit einer speziellen vorrichtung am fahrzeug auf dem lagerzapfen die eingebauten belaege auf den richtigen radius abdrehen. wenn ihr eine neue trommel und neue bremsbelaege verwendet sollte der radius normalerweise passen.
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