Die TL2t hat nur 2 Lichtspulen mit 6V/20W. Damit kann man nicht viel machen. Die eine Spule ist für ein Frontlicht und ein Rücklicht, die zweite Spule für die Blinker, je Seite 1x20W.
Mein Frontlicht hatte ich ja schon mit LED-Technik verbessert. Auch das Rücklicht hatte ich mit LED's ausgestattet, und konnte so noch zusätzlich zwei LED-Rücklichter und LED-Bremslichter betreiben. So nach und nach aber wurde das alles immer dunkler, weil noch Verbraucher dazu kamen: Zwei LED-Bregrenzungsleuchten und eine Tachobeleuchtung. Der Wunsch nach etwas mehr drängte sich also auf.
Nun habe ich eine Schaltung zusammengefrickelt, mit der ich aus der Blinkerspule einen kleinen 12V/12Ah Bleigelakku laden kann. Die Schaltung liefert ca. 1,2A Ladestrom, also 16 Watt (gerechnet auf 13,8V Ladespannung). Das ist nicht viel, aber es steht ja auch nur 20W Eingangsleistung zur Verfügung.
Damit kann ich nun die Blinkanlage auf 12V aufrüsten und 4 statt 2 Blinklampen zu je 10 W betreiben und sogar eine Warnblinkanlage realisieren. Ausserdem soll darüber noch das Bremslicht mit 12V-Birnchen zu je 21W betrieben werden. Das sind alles Lampen, die nicht ständig Strom brauchen. So bleibt noch etwas Saft übrig für Kleinverbraucher wie Navi, Radio und Ventilator, falls ich das mal brauche.
Hier die Schaltung und die Platine:
Links die gleichrichtende Spannungsverdoppler-Schaltung, die ich schon beim LED-Frontlicht gezeigt habe. Die Kondensatoren haben 4700µF. Das Relais Rel1 schaltet, sobald Strom von der Lichtmaschine kommt, und schaltet damit den Batteriestrom ein. Ich brauche also keinen zusätzlichen Schalter zu betätigen, von der Bedienung her bleibt es so simpel wie vorher: Motor an = Licht an, Motor aus = Licht aus. Das Relais kann ich mit einem Schalter überbrücken, falls ich mal ohne Motor Licht brauche.
Mit dem LM317 ist die Ladeelektronik realisiert. Der 2,4kOhm-Widerstand sollte durch ein 5kOhm-Poti ersetzt werden, damit man die Ladespannung genau auf 13,8V einstellen kann. Bei Leerlauf wird die Ladespannung noch nicht ganz erreicht, sobald man etwas Gas gibt, ist sie aber voll da. Die Sicherung ist im Batterie-Anschlusskabel eingebaut.
Die Platine bietet noch Platz für weiteren Ausbau. Z.B. kann ich nochmal die gleiche Schaltung bauen und die Lichtspule daran anschliessen und an den Akku parallel anschliessen. Mit 2x16W Ladeleistung könnte ich die übrige Beleuchtung dann auch aus dem Akku betreiben.
Bisher habe ich die Schaltung lediglich in der Ape getestet. Der weitere Umbau auf 12V kommt noch (ich warte noch auf das 12V-Relais und neue Hecklampen). Vielleicht ist es also noch zu früh, das schon zu veröffentlichen. Falls was nicht funktioniert, sage ich aber bescheid. Interessant ist es eh nur für die wenigen Glücklichen, die eine TL1 oder TL2 fahren.
Ein wichtiger Hinweis: Der Minuspol des Akkus ist nicht mit der Karosseriemasse verbunden und darf auch nirgendwo mit der Karosseriemasse verbunden werden. Der Minuspol muss über ein eigenes Kabel zum Verbraucher geführt werden, genauso wie der Pluspol. Aufpassen bei z.B. Radios mit Blechgehäuse und Lampengehäusen.






,dafür wäre ich Dankbar