Hinterradbremse

Hier dreht sich alles um Ape 50 Technik

Hinterradbremse

Beitragvon calot99 » 24. Juni 2016, 14:12

Hallo zusammen,

so nun habe ich nach über 22100 km mein erstes größeres technisches Problem welches die Fahrtüchtigkeit einschränkt.

Bin heute morgen ganz normal zur Arbeit gefahren, kurz vor erreichen des Parkplatz ist mir schon ein seltsames Schleif/Mahlgeräusch aufgefallen (aber erst bei den letzten 500 m von ca. 11 km). Dachte dann schon jetzt macht sich ein Radlager aus dem Staub. Jedoch war das Geräusch erst nur beim Bremsen zu hören (hat sich am Anfang noch fast wie beim Schleifen von Metall angehört) Also erstmal fröhlich gearbeitet.

Hab dann vor dem Nachhauseweg ein paar Testfahrten vor und zurück gemacht (jeweils Gang raus, Motor aus) um zu lokalisieren wo das Geräusch herkommt. Dachte erst die rechte Seite. Ok, hab mich dann auf den Nachhauseweg gemacht (schon mit mulmigen Gefühl gleich den ADAC anrufen zu müssen).

Während der Fahrt hört man durch den Lärmpegel nicht sonderlich viel, nur beim auskuppel und rollen lassen an die Ampel war das Geräusch dann ziemlich penetrant.

Hab's dann auch fast bis nach Hause geschafft, jedoch ist bei uns im Ortseingang ein Kreisverkehr, beim einfahren in diesen hat's dann plötzlich einen Ruck gegeben und ein Hinterrad hat kurz geblockt, Leistungstechnisch war dann auch nicht mehr viel drin. Hab dann gebetet noch die letzten 700 m bis in die Hofeinfahrt zu schaffen, was jedoch nur unter extremen Kratzen/Mahlen machbar war.

Angekommen gleich den Wagenheber drunter geworfen und geschaut von welchem Rad es kam. Beim linken war ein ekliges Klacken/Schleifen/Mahlen vernehmbar, jedoch nicht immer in unterschiedliche laufrichtungen. Mir ist dann in den Sinn gekommen (dank einer TV Sendung mit Gebrauchtwagen) das vielleicht die Bremse sich aufgelöst hat?!?!

Da ich die Bremsen eh schon mal mit den Nachstellern korrigiert hatte, dachte ich erst mal diese wieder zurückstellen, jedoch ist total egal ob die die nun ganz zurück oder voll aufdreh das Rad blockiert nun vollends. In der Mitte der Nachsteller lässt es sich noch mit Widerstand ein wenig bewegen. Ich schätze mal das sich nun in der letzten Kurve beim Bremsen die Beläge wohl endgültig gelöst haben und jetzt fröhlich in der Bremstrommel rumschlackern.

Soll ich mich da selber draufstürzen oder kriegt man die Dinger jetzt nur noch mit schwerem Gerät ab. (Vorderradbremse hatte ich neulich erst gewechselt, wollte dann die hinteren machen, bekam dort aber die Trommeln schon nicht runter)

Im Nachbarort hat es eine kleine KFZ-Werkstatt neben der Tankstelle (Dorftankstelle im Familienbetrieb) könnten die das auch wieder zusammenbasteln? Ersatzteile lägen alle schon da (Bremszylinder, Beläge etc.).

Für hilfreiche Tipps und Info's wäre ich sehr dankbar, vorallem da ich jetzt wieder nur 2-beinig unterwegs bin anstatt 3-rädrig [board/kez_11.gif]

Grüße
Timo
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Re: Hinterradbremse

Beitragvon HammerBlau » 24. Juni 2016, 18:19

Achtung, ich bin hier als der Miesmacher / Schwarzseher bekannt,Timo, aber das könnte von deiner Beschreibung her auch das äußere Radlager ( Nadelhülse mit separatem Laufring auf der Antriebswelle ) sein.

Trommel abnehmen ( Zentralmutter lösen, Konusring lockern und abnehmen, Trommel von der Verzahnung der Antriebswelle ziehen ). U.U. musst du die Exenter der Bremsnachstellung vollständig zurückstellen und die Handbremse an der Verstellung unter der Sitzbank lockern, um die Trmmel über die Bremsbacken ziehen zu können.

Wenn du Reifen und Felge auf der Trommel belässt, kannst du mehr Kraft zum Abziehen einsetzen.

Ich warte letzt, ob ich wieder mal zu schwarzgesehen habe [Cool.gif] . Wenn nicht: Das ist eine Sche....arbeit [board/kez_11.gif] .

Gruß aus Duisburg

Friedhelm
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Re: Hinterradbremse

Beitragvon calot99 » 24. Juni 2016, 19:24

Aber das die Nachsteller egal ob ganz offen oder zu keine Wirkung mehr zeigen und das Rad mehr oder weniger vollends blockiert müsste doch eher auf die Bremsbeläge / Bremszylinder schließen lassen?

Es hat sich in der Kurve auch so angehört als das linke Rad weniger Belastung hatte und ich in den Kreisel reingebremst hatte das irgendwas sich gelöst hätte.

Ist halt jetzt ein Problem. Hab jetzt zum Glück Arbeitsfrei, hätte mir aber die freie Zeit wesentlich erholsamer vorstellen können. Hab mir jetzt mal einen Abzieher bestellt, da ich ja das letzte Mal schon die Trommel (mit Reifen) nicht runter bekommen hatte.

Wenn's nur die Bremsen sein sollten könnte ich das auch noch selbst machen, sobald es an Antrieb oder Motor geht sind meine Fähigkeiten und Möglichkeiten ausgeschöpft. Dann müsste ich (da Rad jetzt ja blockiert) den ADAC rufen und das Wägelchen zur Ape-Werkstatt bringen lassen.
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Re: Hinterradbremse

Beitragvon HammerBlau » 24. Juni 2016, 21:35

Natürlich kann das auch ein Problem der Bremse sein, Timo. Was mich allerdings ein wenig stutzig macht: Du schreibst, die Exenter hätten keinerlei Wirkung, ganz gleich, ob du sie ganz offen oder ganz zu stellst - und das ist für mich nicht vorstellbar. Auch wenn der Radbremszylinder so festgerottet sein sollte, dass die Rückholfedern die Bremsbacken nicht mehr zurückziehen können, müsstest du die Bremsbacken mit den Exentern so feststellen können, dass das Rad sich aus keiner Position heraus mehr drehen läßt.

Ich häng mal ein Foto der Bremsgrundplatte ohne Bremsbacken an. Du kannst erkennen, dass du die Exenter ohne jeden Anschlag im Kreis drehen kannst - und theoretisch kommt nach " ganz fest " durch das Ende der Nockenkurve wieder " ganz los ", und das Spiel beginnt von vorn. Ich denke, du hast den Exenter in eine Position gedreht, wo er nicht mehr wirkt - aber nach dem Abnehmen der Trommel weißt du mehr.

Gruß aus Duisburg

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Re: Hinterradbremse

Beitragvon calot99 » 24. Juni 2016, 21:54

Hmm

sobald der Abzieher da ist werde ich mich ans Werk machen.

Kann die Bremstrommel eigentlich auch auf die Antriebswelle "draufrosten"? In der Verzahnung wäre ja ein schöner Platz für viel Rost.

Die Trommeln sind seit 2013 drauf und haben dementsprechend auch schon ein paar salzige Winter durchgemacht.
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Re: Hinterradbremse

Beitragvon HammerBlau » 25. Juni 2016, 10:20

calot99 hat geschrieben:...
Kann die Bremstrommel eigentlich auch auf die Antriebswelle "draufrosten"? In der Verzahnung wäre ja ein schöner Platz für viel Rost.
...


Ganz sicher nicht seit 2013...

Gruß aus Duisburg

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Re: Hinterradbremse

Beitragvon calot99 » 25. Juni 2016, 12:00

So hab gerade die Ape umgestellt von Hofeinfahrt in Carport. Waren ca. 70 m.

Dabei hab ich nochmal genau hingehört, bin mir gar nicht mehr so sicher ob das wirklich die Bremsen sind [beg.gif]

Es hat sich ein paar mal so angehört als kleppert etwas metallenes in einem Blumentopf. Kann denn im Differential auch etwas schleichend kaputt gehen ohne das gleich alles auseinanderfliegt? Wobei nur links betroffen ist, rechts läuft das Rad ruhig.

Ich glaube das wird wohl ne größere Aktion [board/help.gif] Gibt jetzt 3 Möglichkeiten, 1. Bremse, 2. Lager, 3. Differential

Soll ich dann überhaupt anfangen dran rumzuschrauben, oder gleich in Werkstatt damit? [Cray.gif]
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Re: Hinterradbremse

Beitragvon HammerBlau » 25. Juni 2016, 13:23

Diese Entscheidung würde ich erst fällen, wenn ich die Trommel runter hatte, Timo.
Wenn du dann zu der Überzeugung kommst, dass dich die Reparatur überfordert, Trommel wieder drauf und die Ape ist wieder " rollfähig "

Wenn ich böse wäre - bin ich aber meistens nicht - , könnte ich es mir einfach machen und schreiben: Auf schnellstem Weg in die Werkstatt - wer schon für die Trommel einen Abzieher braucht... [Cool.gif] [Drinks.gif]

Gruß aus Duisburg

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Re: Hinterradbremse

Beitragvon rees » 25. Juni 2016, 14:06

Halo,
klink mich nun auch mal ein in diese " Problematik" [Cool.gif]

Die Trommelbremsen sollten mit ein paar Schläge mittels Gummihammer doch zu demontieren sein [board/shok.gif]
So hab ich es zumindest bei meinen "alten" Karren gemacht.

Falls du was das Schrauben betrifft dir nicht zu 100% sicher bist was du machst, dann ab die Werkstatt.
Gerade bei Bremsen würd ich keine Risiko eingehen.

Andererseits macht es doch auch Spaß an der Ape rumzuschrauben ( wenn es nicht gerade die Elektrik ist [biggrin.gif] )
um ihre Schwächen oder Macken kennenzulernen.
Immer vorausgesetzt man weis man tut [Good.gif]
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Re: Hinterradbremse

Beitragvon calot99 » 25. Juni 2016, 16:06

Wie ich Anfangs schon geschrieben hatte, war ich ja schon mal an den Trommeln dran, jedoch hätte ich auch ohne Zentralmutter weiterfahren können, die Trommel war wie draufbetoniert.

Habe auch von allen Seiten, auf die Trommel, von hinten, von unten usw. mit dem Gummihammer draufgekloppt da hat sich nix getan. War übrigens am rechten Rad. Das linke hab ich dann Mangels Motivation sein gelassen.

Die Elektrik ist doch nett [biggrin.gif] mir hat der Einbau meiner Eigenbauwarnblinkanlage Spaß gemacht.

Ich hab das Gefährt auch weniger aus Spaß oder "Coolness" ich brauch das als tägliches Arbeitsfahrzeug. Daher sind solche "Zipperlein" mir immer ein Dorn im Auge. lönv
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