Ape AC 1 Restauration

Ape AC 1 Restauration

Beitragvon Karlchen » 23. Januar 2017, 20:11

Hallo Ape-Fans
Habe eine Ape AC 1 Bauj. 1958 erworben die komplett restauriert werden muß. Die Pritsche fehlt und
die Hauptfarbe der Ape ist braun (Rost). Es musste aber genau dieses Baujahr sein und natürlich eine
AC 1. Also bitte nicht über den Zustand lachen. Seit einiger Zeit versuche ich Informationen über die
Ape zu bekommen und habe festgestellt, dass es nur wenig Spezielles zu der AC 1 gibt. Mein Traum-
Kontakt Jürgen K. konnte mir schon bei einigen Fragen weiterhelfen und mir die fehlende Pritsche,
sowie diverse Ersatzteile besorgen. Er brachte mich auch auf die Idee hier diesen Thread ein zustellen.
Ich hatte mir vorgestellt in Etappen über Schwierigkeiten beim Auseinanderbauen, Instandsetzen einzelner
Bauteile und überhaupt den Werdegang der Restaurierung zu dokumentieren. Auch werde ich sicherlich
noch etliche Fragen haben.
Vorgestellt habe ich mich schon unter dem Forum "Apeisten stellen sich vor" (Grüße aus Bonn).
Ich hoffe, ich bin hier im richtigen Forum,aber ich denke schon

Gruß Udo

In Folge die ersten erschreckenden Bilder
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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon lucky-mary » 23. Januar 2017, 20:23

Salve Karlchen,
hast alles richtig gemacht.
Man ist das ein "Haufen"..(entschuldige bitte diese saloppe Ausdrucksweise.)
Ich denke mal das bekommst Du schon hin! Blut - Schweiß und Tränen daraus werden die Dinger wiedergeboren.
Also..helf dem Teil wieder auf den Asphalt.
Viel Spaß und Erfolg!
http://www.kjjohnson.ca/piaggio/information.php
Vielleicht ist ja was für Dich dabei!?
Gruß aus Berlin
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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon kofewu » 23. Januar 2017, 20:45

Das nennt man eine ehrliche Restaurationsbasis [Cool.gif]
Ich wünsche Dir viel Erfolg, und klar, hier bist Du richtig.
Es grüsst kofewu

ape.schrauber1.de
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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon AchimBaba » 23. Januar 2017, 21:42

Respekt, wers selber macht! 587

Wäre für mich zu aufwändig, aber ich schaue sehr gerne zu und bin über die Fotodokumentation sehr gespannt!

Ich habe noch eine AD2 in üblem Zustand stehen (Aber im Vergleich zu Deiner 1a Showroom Zustand) Da kann ich mir bestimmt wieder was abgucken.

Also viel Erfolg und Durchhaltevermögen!
Gruß

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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon Toni sein Herrchen » 23. Januar 2017, 22:13

Schönes Projekt und ich würde keineswegs über den Zustand lachen denn man muss leider sagen dass man kaum eine Ac 1 in besserem Zustand finden wird, es waren nunmal arbeitstiere.

Wenn es dich tröstet; Meine Ac3 war nicht nur ähnlich verrostet sondern zudem auch noch in der Mitte durchgebrochen:

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Grüße
Alex
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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon Karlchen » 23. Januar 2017, 22:28

Hallo Alex
dein Bericht den ich mir gestern mit Begeisterung angeschaut habe,zeigt ja das man auch solche
Fahrzeuge wieder hin bekommt.Dein Schraubenkönnen ist natürlich auch super. Ich werde mir
ein Beispiel daran nehmen.Der Ort von deinem Bildern hier oben vom Apeparadies kommen mir
sehr bekannt vor.

Gruß Udo
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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon jürgenK » 24. Januar 2017, 11:50

Hey Alex
dein linker Reifen hinten ist abgefahren, da mußt du mal ran.
Der Hof kommt mir auch bekannt vor, nur vermeide ich im moment das Betreten dieses Hofes, viel zu kalt.
Die Apen müssen schlafen.
Gruß Jürgen
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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon oldipart » 24. Januar 2017, 12:03

Oh oh oh .... da gibt's ja ein bisschen was zu tun.
Meine 58er war doch "etwas" besser im Blech ....
Wenn ich helfen kann mit AC1, immer gerne.

Viele Grüße,
Dietrich
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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon Karlchen » 26. Januar 2017, 20:11

Hallo Ape-Gemeinde
Ich fange mal an über das Zerlegen der Ape zu berichten. Zuerst habe ich die Ape 2-3 Wochen immer
wieder in Rostlöser "gebadet". Das meiste ließ sich dann auseinander schrauben. Probleme machten
die Radbremszylinder . Auch die habe ich erst einmal in Rostlöser im Ultraschall gebadet. Der Linke
ließ sich danach mit einer Fettpresse lösen (man glaubt nicht wie viel Druck die Presse aufbaut). Den
"Kolben" des rechten RbZ. habe ich mit einem Hammer und einer passenden Eisenstange von einer
Seite rausgetrieben. (Glück gehabt) Anschließend habe ich die Zylinder leicht honen lassen.Ein Bekannter
dreht mir die vier Kolben mit 0,04 mm Spiel neu.
Die Bremsstange ließ sich nur mit viel Hitze gängig machen.
Die Antriebswelle rechts ging mit einem Schlag mit dem Gleithammer (Wichser) raus. Die Linke erst nach
gefühlten 5000 Schlägen.
Die beiden Schaltrohre des Lenkers waren wie festgeschweißt. Beide musste ich mit oben erwähnter
Eisenstange raustreiben.
Die beiden Griffe waren völlig ausgehärtet. Da half nur Hammer und Meißel.
Der Motor war fest. Zuerst habe ich den Zylinder noch im eingebauten Zustand des Motors abgeschraubt.
Den Zylinder konnte ich Gott sei Dank ca. 3cm anheben. Habe dann zwischen Zylinder und Motorgehäuse
zwei Harthölzer gelegt und anschließend den Kolben mit Hammer und Hartholz vorsichtig nach unten
rausgetrieben.
Anschließend wollte ich den Motor vom Differential abziehen, was einfach nicht ging. Ic h bin schier
verzweifelt. Laut Sprengzeichnung müsste er einfach abzuziehen sein. Der Motor ließ sich ca. 3-4cm
rausziehen und dann war es wie ein fester Anschlag. Nach etlichen Stunden kam zufällig mein Sohn dazu,
nahm einen Schraubendreher und bewegte durch den Schlitz im Diff. diese dünne Metallhülse, die um die
Antriebswelle sitzt und schon ließ sich der Motor leicht abziehen. (typisch)
Aus welchen Gründen auch immer ist ein Diff. ohne Rückwärtsgang verbaut. Motornummer und Fahrgestell-
nummer passen aber zusammen. Das Diff. habe ich gegen eines mit Rückwärtsgang getauscht (Jürgen sei Dank)
Leider ist die Antriebswelle für das alte Diff. länger und hat auch noch ei Zahnrad aufgeschraubt. Da ich den
Motor sowieso überhole, kommt halt die passende Welle rein.
Mir hat jetzt einer gesagt das alte Diff. ist Serie, aber man konnte als Zubehör eines mit Umschaltgetriebe ordern.

So jetzt kommen alle Blechteile zum Strahlen. Ich habe noch die Hohlräume aufgetrennt, damit der Strahler ganze
Arbeit leisten kann. Dabei wurde mir auch klar, warum ich diverse Kabel und Züge nicht aus ihren Kanälen raus-
bekommen habe.Auch die waren zum Teil ver- und durchgerostet. Habe für das Rausziehen so eine kleine Abfluss-
reinigungsspirale benutzt.
So, ich hoffe es geht nur noch aufwärts, werde die Wintermonate dazu benutzen fehlende Teile zu besorgen und
einzelne Baugruppen instandsetzen.

Gruß Udo



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Re: Ape AC 1 Restauration

Beitragvon oldipart » 27. Januar 2017, 14:30

Respekt Respekt!
Ich hätte als Tipp gehabt einfach neue Radbremszylinder zu nehmen. Die gibt's ja noch fur relativ kleines Geld wenn ich mich recht erinnere.
Bei Verwendung von einem Dichsatz auf nicht zu alte Ware achten. Sonst läuft die Soße beim Befüllen gleich wieder raus.
Ich habe DOT5 Sillikon verwendet.. dann hat man Ruhe besonders bei selten bewegten Fahrzeugen....

Gruß
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