Hauptbremszylinder abdichten

Hier dreht sich alles um Ape 50 Technik

Re: Hauptbremszylinder abdichten

Beitragvon ingovera » 22. Oktober 2017, 18:09

Arme Ivy,
also ich mag Deine unterhaltende Art.
Schade das Dich keiner versteht...dabei lässt sich das doch alles mit Siggi Freud verstehen.
Du hast als Kind bestimmt gerne am Daumen gelutscht und mit der anderen Hand am Pohloch gespielt.
Viele Liebe Grüße Ingo
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Re: Hauptbremszylinder abdichten

Beitragvon apejk1 » 25. Oktober 2017, 09:52

Hi, :n:
nach fast 4 Wochen bin ich wieder von meiner 3500 Km langen Ape Reise mit meinem Bienchen zurück u. lese, wie alle über einen ungewöhnlichen Vorschlag herfallen. Am schlimmsten sind dabei die selbst ernannten Fachleute, welche keine Ahnung haben. Ich stelle erst mal fest, dass es unnötig ist, einen Bremszylinder zu honen, darin laufen Gummiteile, welche weicher sind als das Metall des Zylinders, daher ist es unwahrscheinlich , dass der Zylinder Riefen bekommt. Auf der anderen Seite bekommt man oft für alte Fahrzeuge keine Ersatzteile, meine Ape z.B. ist 49 Jahre alt, da kann so etwas schon möglich sein, natürlich innerhalb der Toleranzgrenzen. Die Gummidichtungen haben einen Rand , welcher in Richtung höherem Druck anliegt, wie bei einem Simmerring, daher wird der Bremskolben, wenn die Toleranzgrenzen eingehalten werden, abdichten.
In der Anschnittzeichnung:
rechts(schwarzer sekrechter Strich Z = Kolbenwand.
rot Gummidichtung, ohne Träger
Pfeile = Kraftvektor, bei Kolbenbewegung nach unten

Beste Grüße Jürgen.
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Re: Hauptbremszylinder abdichten

Beitragvon Voyager » 25. Oktober 2017, 15:32

In einem Punkt muss ich Dir leider wiedersprechen:

Ich stelle erst mal fest, dass es unnötig ist, einen Bremszylinder zu honen, darin laufen Gummiteile, welche weicher sind als das Metall des Zylinders, daher ist es unwahrscheinlich , dass der Zylinder Riefen bekommt.
Wenn die Schutzmanschetten an dem Zylinder porös werden, dringt sehr gerne Wasser in den Zylinder.
Was dieses im Zylinder auf Dauer auslöst = Rost.
Rost = rauhe Oberfläche und somit hat man sehr wohl schnell Riefen oder sonstige Beschädigungen auf der Lauffläche.
Weiterhin ist Bremsflüssigkeit hygroskopisch, zieht also Wasser an, was in diesem Falle noch erschwerend hinzu kommt.

Wenn ich mir überlege, was ein neuer HBZ kostet, knappe 50,- Euro, ein Radbremszylinder liegt bei ca. 14,- Euro - da fange ich nicht wirklich an die Teile zu überarbeiten.

Das sieht natürlich anders aus, wenn die Teile für Geld und gute Worte nicht mehr zu bekommen sind.
Aber auch dann würde ich da lieber eine Fachwerkstatt befragen, bzw. beauftragen bevor ich Zuhause mit der Bohrmaschine solche Aktionen mache.
Viele Grüße

Elmar

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Re: Hauptbremszylinder abdichten

Beitragvon apejk1 » 26. Oktober 2017, 07:57

Hi, [board/haha.gif]
Du magst schon recht haben mit Deiner Kostennutzen Rechnung. Diese Denkart führt aber zu den hohen Müllbergen u. der Wegwerfmentalität. Die Industrie hat es wegen der Überproduktion gut verstanden, den Verbraucher zu einem ängstlichen Käufer zu machen, welcher vor jeder Reparatur an seinem Produkt zurückschreckt, baut versteckte Fehler ein, welche zu beheben ein Kinderspiel wären, wenn man sie rechtzeitig entdeckt. Dies wird verhindert durch versteckte Siegel, welche bei Beschädigung einen Garatieverlust bewirken. Der Verkäufer hat es in der Hand, die Industrie zur Herstellung von Produkten guter Qualität zu zwingen. Selbst habe ich einmal einen Drucker der guten Marke (JO)* besessen, der bei jedem Zeilenvorschub ein Kunststoffteil umgebogen hat, um den Schalter für den Zeilenvorschub zu bedienen. Nach ein paar Jahren ist dieses Teil natürlich abgebrochen. Jeder normale Konstrukteur baut hier eine Achse ein. Hätte ich den Drucker nicht zerlegt u. dies mit eigenen Augen gesehen, wüsste ich nichts von diesen Machenschaften. Seit diesem Zeitpunkt kaufe ich nichts mehr von dieser Firma!
Mit dem Rost im Bremszylinder ist es genauso. Ist eine Manschette undicht, fängt der Zylinder erst einmal außen an zu rosten. Innen kommt Rost hinein, wenn lange Standzeiten sind, zu wenig Bremsflüssigkeit u. Kondenswasserbildung stattfindet. Mit solchen Fahrzeugen fährt man aber nicht im Straßenverkehr herum. Mit den alten WZ*-Fahrzeugen fuhr man 20 Jahre, ohne Mängel, wenn man rechtzeitig beginnenden Verschleiß beseitigte. Im Beitrag oben finde ich es total unnötig, wegen ein wenig Hydraulikölaustritt einen neuen Bremszylinder zu kaufen u. eine Fachwerkstatt aufzusuchen. Zuerst sollte man doch localisieren, wo die undichte Stelle ist, wahrscheinlich doch an einem Anschluss. Die Aussage, nichts an den Bremsen zu machen, weil das lebensgefährlich ist halte ich für völlig übertrieben. Ist eine Anschlussmutter locker ist dies viel gefährlicher. Ziehe ich die Mutter an, ist der Schaden behoben. Viel wichtiger ist es vor jeder größeren Fahrt einen Fahrzeugcheck zu machen, dann kann ich meinem Fahrzeug trauen.
Beste Grüße Jürgen. -613
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Re: Hauptbremszylinder abdichten

Beitragvon Voyager » 26. Oktober 2017, 10:03

Du magst schon recht haben mit Deiner Kostennutzen Rechnung. Diese Denkart führt aber zu den hohen Müllbergen u. der Wegwerfmentalität. Die Industrie hat es wegen der Überproduktion gut verstanden, den Verbraucher zu einem ängstlichen Käufer zu machen, welcher vor jeder Reparatur an seinem Produkt zurückschreckt, baut versteckte Fehler ein, welche zu beheben ein Kinderspiel wären, wenn man sie rechtzeitig entdeckt. Dies wird verhindert durch versteckte Siegel, welche bei Beschädigung einen Garatieverlust bewirken.

In dem Punkt sind wir uns einig.
LCD - TV nach 2 Jahren und einem Monat - kein Bild.
Garantiefall, evtl .Kulanz = NEIN
Besser noch, das lohnt sich nicht zu reparieren.
Kiste aufgeschraubt und auf einer der drei Platinen ein defektes Bauteil ausfindig gemacht.
Die Platine für 58,70 Euro nachbestellt, eingebaut und der Fernseher läuft wieder.

Im Beitrag oben finde ich es total unnötig, wegen ein wenig Hydraulikölaustritt einen neuen Bremszylinder zu kaufen u. eine Fachwerkstatt aufzusuchen.
Falsch verstanden: Entweder einen neuen HBZ kaufen und selber einbauen ODER den alten von einer Fachwerkstatt überholen lassen, was bei einer APE rein wirtschaflich gesehen keinen Sinn macht - wenn es das Teil noch gibt.

Die Aussage, nichts an den Bremsen zu machen, weil das lebensgefährlich ist halte ich für völlig übertrieben.
Falsch verstanden: Mit einer Bohrmaschine und einem billigen Hohnwerkzeug einen HBZ so zu "überholen" wie im Video gezeigt, das ist gefährlicher Blödsinn!

Viel wichtiger ist es vor jeder größeren Fahrt einen Fahrzeugcheck zu machen, dann kann ich meinem Fahrzeug trauen.
Da sind wir uns wieder einig - nur wer macht das schon ?
Aus diesem Grunde habe ich bei meiner APE sowie bei meinen alten Zündapp Rollern immer die nötigen Züge, etc. dabei.
Trotzdem bin ich am vorletzten Wochenende, bei der letzten Ausfahrt mit dem Roller liegen geblieben - Kette gerissen, bzw. Kettenschloß hatte sich zerlegt. [dash1.gif]

Generell geht es doch darum, das auch hier im Forum einige Mitglieder mitlesen, die Handwerklich einfach nicht das Geschick, das Werkzeug oder den Paltz haben um vernünftige Reparaturen zu erledigen.
Wenn diesen nun von anderen Personen erzählt wird, guck mal - ganz einfach und dann dabei auch noch Verkehrstechnisch wichtige Systeme dilettantisch bearbeitet werden, das ist das Problem.
....... und zuguterletzt kommt dann noch erschwerend der Umgangston dazu, wenn man Kritik übt.

Wir sind uns jetzt nach meiner Rechnung in zwei Sachen einig, in den anderen nicht - deshalb werde ich jetzt aber keinen "Shitstorm" in Deine Richtung loslassen.
Vernünftige Diskussionen bringen in solchen Fällen wesentlich mehr - für alle Beteiligten.

[Drinks.gif]
Viele Grüße

Elmar

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Re: Hauptbremszylinder abdichten

Beitragvon apejk1 » 27. Oktober 2017, 05:20

Hi,
Du hast ja Recht. was ich ausdrücken wollte ist doch, dass man wegen kleiner Reparaturen nicht immer alles ersetzen muss.
Beste Grüsse Jürgen.
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Re: Hauptbremszylinder abdichten

Beitragvon Poison_Ivy » 3. Dezember 2017, 08:31

Der Verfasser hat's alles hier gelesen. Seiner Antwort:

...das muss letztendlich jeder für sich (aufgrund seiner Erfahrungen) selbst entscheiden. Wenn man sich anschaut welche grottige Qualität manche Ersatzteile haben ... Da richte ich mir lieber eins her und weiß was ich habe. Gerade bei den Hauptbremszylindern brechen gern mal die Anschlüsse für die Zuleitung einfach so ab. Wenn man Niva fährt muss man das alles locker sehen und seine Gedanken nicht nur um die Sicherheit kreisen lassen. Der Niva ist nun mal nicht sicher und bremsen ist bestimmt nicht seine Stärke. Selber reparieren bedeutet nun mal Verantwortung für sein Tun übernehmen...
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