Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Hier dreht sich alles um Ape 50 Technik

Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon Apeist81 » 14. November 2017, 13:57

Hallo liebes Forum,

heute melde auch ich mich mal wieder zu Wort, da ich mit meiner Vergasereinstellung noch immer nicht am Ende angekommen bin.

Erst mal zum Setup:
DR85, 1816er Gaser mit HD64 / ND40 / CD50, 2 Filtermatten, Membran ASS, Einlass aufgefräst, ÜS angepasst an DR85, ZZP 17°vOT.
Momentan 16er Pinasco zum testen.
habe ich was vergessen????

Nachdem ich ja dieses Jahr meinen Motor komplett überarbeitet habe lief er nach anfänglichen Schwierigkeiten
(1. Membran ASS war defekt) wieder ganz ok und ich hab mich an die Vergasereinstellung gemacht.

Nach mehrmaligem Probefahren bin ich bei ND 40 gelandet, da der Motor im Leerlauf immer überfettet hat
und dann beim Losfahren stotterte und mächtig qualmte.
Zudem habe ich zwischendurch bemerkt, dass wohl der Gasschieber nicht ganz runter ging und immer leicht geöffnet war.
Das hat eine saubere Einstellung des Standgases auch verhindert.
Jetzt, wo es kälter wird, habe ich auch wieder das seltsame Phänomen, dass der Motor im kalten Zustand immer ausgehen will.
Nur mit Choke läuft er, dann geht die Drehzahl auf ein normales bis leicht erhöhtet Niveau.
Beim Gas geben qualmt sie dann aber auch sehr.
Fahren mit gezogenen Choke geht kaum. Da fängt die Biene an zu drosseln.

Irgendwie bring ich die Tatsache "Choke rein = Gemisch wird fetter" noch nicht mit "Drehzahl steigt an" in Einklang.
Vielleicht kann mir mal jemand den Knoten im Hirn lösen???

Kann solch ein Verhalten von einem "leicht" geöffneten Gasschieber her kommen?
Wobei ich mir immer sage, dass wenn ich den Gashahn langsam öffne, muss der Motor doch in jeder Stellung etwas höher drehen
und nicht bis zu einem gewissen Öffnungsgrad an Drehzahl verlieren.

Ich steig grad echt nicht mehr durch.
Grüße aus Schwieberdingen
Martin


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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon HammerBlau » 14. November 2017, 16:25

Leider habe ich keine Erfahrung mit der Abstimmung des POLINI-MAS, Martin, habe mir aber den " Beipackzettel " eingescant. Danach ist die HD viel zu klein, denn die Empfehlung für einen 75er-Zylinder lautet ebenso wie für einen 102er " bei einer APE mit bearbeitetem Einlass " HD 78-80 für einen 18/16 und dem berüchtigten POLINI-Luftfilter. Ein 85er Zylinder kommt nicht vor. Es gibt auch keine Angaben zur ND, aber deren Größe halte ich auch für nicht so wichtig.

Unter dem Vergaserschieber ist immer ein ( kleiner ) Spalt. Wenn der ( viel ) zu groß ist, legst du praktisch das Leerlaufsystem komplett still. Ob das bei deinerm Vergaser der Fall war oder ist ? Keine Ahnung, wäre aber ein Ansatz für die unwilligkeit Gas anzunehmen...

Ach ja - welchen Auspuff hat deine APE ?

Gruß aus Duisburg

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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon Apeist81 » 14. November 2017, 23:55

Hallo Friedhelm,
Auspuff is der Sito+ drauf.
Luftfilter ist noch Original mit zwei matten.

HD72 oder 74 hatte ich als erstes drin.
Da war die Kerze quasi immer nass. Darum hab ich mich langsam runter gearbeitet.
Wenn der Motor mal warm ist, läuft er auch recht anständig. Aber bis es soweit ist...Zuletzt musste ich tatsächlich 1-2min. Im Standgas laufen lassen bis ich losfahren konnte.

Andere Sache, vermutlich selbes Thema:
Ich hab den "langen" Gaszug drin. Aber mir scheint er zu kurz. Ich hab am Gaser kein bisschen Spielraum um den Schieber einzustellen.
Habe die Schraube bereits komplett drin. Umd am Gashahn kann man ja nix mehr einstellen sobald man die Klemmung einmal fest gemacht hat.
Oder täusche ich mich da?
Grüße aus Schwieberdingen
Martin


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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon apejk1 » 15. November 2017, 07:28

Hi,
der Gasgriff sollte immer ca. 5 mm Spiel haben, bevor der Schieber öffnet. Das ist nötig für den Thermoausgleich. Dein Powdenzug ist zu kurz im Verhältnis zur Powdenzughülle. Ist der Zug am Ende noch nicht stark aufgedreht, kann man ihn nach innen ziehen, die Metall Hülse am Ende abmachen. Die Hülle ca. 1,5 cm kürzen, die Hülse wieder drauf. Dann kannst Du die Einstellschraube am Zug ca. 1 cm verstellen u. hast das benötigte Spiel am Griff. Bei zu stark aufgedrehtem Ende solltest einen neuen Innenzug anschaffen, der entsprechend lang ist. Ganz sparsame Leute verlöten das Ende, schneiden es entsprechend ab u. Kürzen die Hülle entsprechend.
Beste Grüße Jürgen.

Anmerkung: Um eine gutes Standgasverhalten zu erreichen, muss die Zündung und der Spritfluß stimmen. Soll heißen, bevor man am Vergaser rumwerkelt, sollt die Zündung, der Tankdeckel, der Spritschlauch kontrolliert werde, eventuell Spritschlauch durchblasen, am Ende Lappen auflegen, ist eine große Sauerei, wirkt aber Wunder. :a:
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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon Apeist81 » 15. November 2017, 10:37

Das mit dem Gaszug hab ich mir schon fast gedacht.
Ob ich die Hülle allerdings noch kürzen kann, weiß ich nicht. Durch den Membran-ASS sitzt der Gaser etwas weiter hinten und links. Die Hülle ist also auch schon grenzwertig kurz.
Vielleicht werde ich einfach Hülle als Meterware bestellen und einen (bzw. 2) Innenzüge in entsprechender Länge.
Dazu muss ich mal den Nupsi am Vergaserseitigen Ende messen.
Grüße aus Schwieberdingen
Martin


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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon HammerBlau » 15. November 2017, 13:41

Apeist81 hat geschrieben:Das mit dem Gaszug hab ich mir schon fast gedacht.
Ob ich die Hülle allerdings noch kürzen kann, weiß ich nicht. Durch den Membran-ASS sitzt der Gaser etwas weiter hinten und links. Die Hülle ist also auch schon grenzwertig kurz.
Vielleicht werde ich einfach Hülle als Meterware bestellen und einen (bzw. 2) Innenzüge in entsprechender Länge.
Dazu muss ich mal den Nupsi am Vergaserseitigen Ende messen.


Exakt diese Problem hatte mein Auftraggeber [Cool.gif] beim geteilten Gaszug ( mit Ölpumpe ) auch, Martin - der Vergaser sitzt auf dem MAS einfach nach hinten links versetzt. Deine " Maßanfertigung " sollte funktionieren - und wie schon gesagt habe ich keine Erfahrungen in der Abstimmung eines MAS.

Gruß aus Duisburg

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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon windhund » 15. Dezember 2017, 19:42

Wenn Dein Gasschieber nicht weit genug schliesst,bau eine neue Rückzugsfeder ein.Mein Problem war etwa ebenso.Auch die Werkstatt konnte es nicht beheben.Dann kam ich auf die Idee das die Feder ermüdet sein könnte.Also neue eingebaut und nun läuft es seitmehreren Monaten wieder.
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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon apetreiber » 16. Dezember 2017, 21:00

.

hallo martin ,

du hast ein membran und aufgefräst . also kannst du nicht nach 0815 gehn .

der braucht mehr sprit ... ergo mehr luft !!!

mach mal nur eine filtermatte rein . besser nur ein filternetzt .
min. zwei löcher -m12- oben im knick des luftfilterrohr .
42 nebendüse ... mein lieber friedhelm , die spielt im unteren drittel schonne rolle .
und geh mal auf ne 80zig hauptdüse . das aber kommt darauf an wieviel du gefräst hast .
wenn du pech hast , hast du zuviel gefräst und dann past das so nicht .
zum schluß noch zündkerze . ngk 8 ter sollte da rein . dann sollte die ape rennen .

evt. noch ein bissel hoch oder runterdüsen . grund siehe oben .

viel spaß beim basteln

gruß aus mühlacker

.
Das Böse sollte nicht so verdammt gut aussehn ! ! !
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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon Apeist81 » 16. Dezember 2017, 21:23

Hallo Fredd,
Bei zwei 12er Löcher im Ansagugrohr kann ich es ja gleich komplett weg machen. Da geht ja dann kaum noch Luft durch den Rüssel unter der Pritsche.

Auf jeden Fall muss ich erst nach dem Gaszug schauen. Der steht ständig unter Spannung und so kann ich den Gasschieber nicht vernünftig einstellen.

Da ich im Moment aber sowieso außer Gefecht bin, muss das alles bis nach Weihnachten warten.
Magen/Darm lässt grüßen.

Aber sobald ich Zeit habe und fit bin werde ich mir die Ape wieder vornehmen.
Grüße aus Schwieberdingen
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Re: Vergaser einstellen / seltsames Verhalten

Beitragvon HammerBlau » 17. Dezember 2017, 13:27

Martin hat nach meinem Verständnis seiner Beschreibung keine " Tuningfräsung " vorgenommen, sondern lediglich den beschädigten Drehschieberrand weggefräst und den Übergang der Spülkanäle im Motorgehäuse an die ( breiteren ) Spülkanäle im DR85 angepasst, ohne den Zylinder selbst zu bearbeiten.

ND40 oder 42 - ich warte gespannt...

Gruß aus Duisburg

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